Samstag, 21.05.2011 13:53 Uhr

Gemeldet wurde bei der Alarmierung ein Zimmerbrand in einem Wohnheim einer Behinderteneinrichtung. Bereits während der Anfahrt der ersten Einsatzfahrzeuge war eine deutliche Rauchsäule sichtbar. Beim Eintreffen war bereits an der Gebäuderückseite ein Flammenaustritt erkennbar, der auf die darüber liegende Etage und auf das Dach überzugreifen drohte.

Bis zum Eintreffen der Feuerwehrkräfte konnten durch die Mitarbeiter der Einrichtung bereits 17 Bewohner aus dem Gebäude evakuiert werden. Eine Betreuerin konnte mit einem Bewohner das Gebäude als Folge der starken Rauchentwicklung nicht mehr verlassen und flüchtete mit Ihm auf einen angrenzenden Balkon. Durch die sofort eingeleitete Rettungsaktion der Feuerwehr konnten über tragbare Leitern die beiden Personen allerdings rasch gerettet werdenDer Brandverlauf war beim Eintreffen der Feuerwehr ungewöhnlich weit vorangeschritten. Der gemeldete Zimmerbrand entpuppte sich als Wohnungsbrand. Nahezu aus allen Fenstern des Gebäudes drang dichter schwarzer Rauch. Durch zwei Riegelstellungen konnte eine weitere Brandausbreitung am Gebäude verhindert werden.

Parallel zur eingeleiteten Menschenrettung konnte durch den Einsatz von drei Angriffstrupps unter Atemschutz im Innenangriff eine schnelle Brandbekämpfung durchgeführt und damit eine Ausbreitung auf das darüber liegende Geschoss verhindert werden. Da die Drehleiter der Feuerwehr Fellbach an dem Gebäude aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht eingesetzt werden konnte, übernahmen die Besatzungen der Drehleiter und des Tanklöschfahrzeuges aus Fellbach die Aufgabe der Sicherungstrupps. Das Brandgeschoss war bereits thermisch so aufgeheizt, dass eine Rauchgasdurchzündung unmittelbar bevorstand, die aber durch die auch für solche Einsatzsituationen bestens geschulten Kräfte der Feuerwehr Kernen i.R. verhindert wurde. Auch zeigte sich, dass der Einsatz von Rauchschutzvorhängen und der Überdruckbelüftungsgeräte zu einer schnelleren und wirkungsvolleren Brandbekämpfung verhalf. Abschließend wurde letzte Glutnester mit der Wärmebildkamera geortet und abgelöscht

Die evakuierten und geretteten Personen  konnten zwischenzeitlich den eingetroffenen Kräften des DRK Rettungsdienstes und der örtlichen DRK-Bereitschaft zur weiteren Untersuchung und Betreuung übergeben werden. Vorsorglich wurden fünf Personen mit Verdacht auf Rauchgasinhalation in umliegende Krankenhäuser verbracht.

Eingesetzte Fahrzeuge:
ELW 1 (R), TLF 16/25 (R), TLF 16/25 (S), LF 16-TS (R), LF 8-TS (S), GW-t (R), DLK 23/12 (Fellbach), TLF 16/25 (Fellbach); versch. Fahrzeuge und Kräfte des DRK Rettungsdienstes und der DRK Bereitschaft Kernen i.R.

Fotos Feuerwehr Kernen