In deutschen Wohnungen brennt es zur Weihnachtszeit rund 15000 Mal. Was kann man vorbeugend tun?

Schöne Bescherung, wenn statt dem Christkind die Feuerwehr vor der Tür steht. „Trotz aller Warnungen kommt es Jahr für Jahr immer wieder zur Weihnachtszeit zu Wohnungsbränden“, sagt Georg Spinner, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Rems-Murr. Meist greifen die Flammen schnell um sich, denn Adventskränze und Weihnachtsbäume sind wahre Brandbeschleuniger.

Doch was kann man vorbeugend tun? Der Kreisfeuerwehrverband rät zu besonderer Aufmerksamkeit im Umgang mit Kerzen. Diese sollten nie unbeaufsichtigt sein und auch beim nur kurzfristigen Verlassen des Zimmers immer gelöscht werden. Auch der Adventskranz sollte auf einer feuerfesten Unterlage und niemals in der Nähe von Wärmequellen stehen, raten die Brandschutzexperten. Das Anzünden der Kerzen vollzieht sich am sichersten von oben nach unten, beim Löschen ist es genau anders herum.

Die richtige Platzwahl für den Christbaum ist die halbe Miete, denn der schönste Platz ist nicht immer der sicherste. So sollte der Baum einen Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen wie Gardinen und Vorhängen haben und gegen Umkippen gesichert sein. „Ebenso sollte der Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest aufgestellt werden, denn ein trockener Tannenbaum brennt wie Zunder“, rät Spinner.

Eine der häufigsten Brandursachen sind zu weit abgebrannte Kerzen, insbesondere bei trockenen Gestecken. Kreisfeuerwehrpressesprecher Andreas Wersch rät: „Stellen Sie Kerzen auch nicht zu nah an Holzverkleidungen von Wänden und Decken.“ Nicht selten kommt es zu Bränden, weil Kleinkinder aus Neugier die Tischdecke mit dem Adventskranz oder dem Weihnachtsgesteck herunterziehen. Unbedingt sollten auch Feuerzeuge und Streichhölzer an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. „Kinder sollten, wenn überhaupt, nur unter Anleitung von Erwachsenen mit Streichholz und Feuerzeug umgehen“, sagt Wersch.

Aber auch künstliches Licht ist nicht ungefährlich: „Verwenden sie bei elektrischen Kerzen nur VDE-geprüfte Lichterketten, die mit dem GS-Zeichen versehen sind“, sagt Andreas Wersch. Doch wer auf Nummer sicher gehen will, dem empfiehlt der Kreisfeuerwehrpressesprecher einen Rauchmelder als Weihnachtsgeschenk. „Die Rauchmelder schlagen rechtzeitig Alarm – und retten Leben.“

Quelle: Fellbacher Zeitung vom 22.12.2010 / Text: Sascha Sauer