Oder: Jugendfeuerwehr Kernen i.R. goes Berufsfeuerwehr

24 Stunden können lang sein. Oder auch ganz schön kurz. Befragt man die Mitglieder der Kernener Jugendfeuerwehr, waren sie für den „Berufsfeuerwehrtag“ sicher zu kurz. Nun schon zum zweiten Mal führten die Nachwuchslöscher eine „Vierundzwanzigstundenübung“ durch. Das entspricht genau einer klassischen Wachbereitschaftsschicht bei der Berufsfeuerwehr.

Und so wurden die 24 Stunden auch genau einer Bereitschaftsschicht bei der Berufsfeuerwehr angepasst. Oder zumindest so ähnlich. Ausbildungseinheiten, Wartung und Pflege oder Pausen werden dabei immer wieder durch unvorhersehbare Einsätze unterbrochen. „Echte“ Berufsfeuerwehrmänner wie der stellvertretende Kommandant Peter Schneider würden sich vermutlich nach so einer „ruhigen“ Schicht sehnen. Und sicher auch nach der guten Verpflegung – für die in bewährter Weise Andrea Großmann und der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Rainer Stilz sorgten. Weiterlesen

Fast 900 „Floriansbrote“ verkauft

Fast 900 „Floriansbrote“ hat Bäckermeister Bernd Gaiser vom Stettener „Bachbäck“ in seinen Ofen geschoben. Vom Verkaufserlös des herzhaften Roggenmischbrotes gingen 40 Cent als Spende an die Jugendfeuerwehr Kernen im Remstal. So kam innerhalb eines Vierteljahres die stolze Summe von 350 Euro zusammen – und die überbrachte nun Ingrid Gaiser zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Susanne Otto Jugendfeuerwehrchefin Sina Michalke. Dem Feuerwehrnachwuchs kommt der Zuschuss gerade recht: im Juni ist nämlich ein Rafting- und Canyoning-Wochenende der zehn Jungs und Mädels geplant. Die Idee zu dieser Aktion des „Bachbäck“ kommt nicht von ungefähr: die beiden Gaiser-Söhne Michi und Mathias, Mitglieder in der Einsatzabteilung der Kernener Feuerwehr, haben sich vor Jahren ihre ersten Sporen ebenfalls bei der Jugendfeuerwehr verdient.

Acht Jungs aus Stetten üben jeden zweiten Dienstag für den Ernstfall der Zukunft / Lukas, der Jüngste, ist erst 14

Kernen-Stetten. Das Kommando heißt: „1. Rohr, Wasser marsch.“ Lukas, mit seinen 14 Jahren der Jüngste bei der Jugendfeuerwehr Kernen, hält den Schlauch. Truppführer Pascal zielt mit dem Wasserstrahl 20 Meter weit auf ein Baumwiesle am Haldenbach. Sieht sehr professionell aus, dieses Tandem. Die Jungs üben mit Kameraden einen Löschangriff: Standrohr setzen, Schläuche ausrollen. So, wie es schon Lukas’ Opa machte.

Jugendfeuerwehr, das ist eine Gruppe motivierter junger Leute, die in Theorie und Praxis für den späteren Einsatz im aktiven Feuerwehrdienst trainiert. In Kernen sind es acht Kameraden, die sich jeden zweiten Dienstagabend im Stettener Feuerwehrmagazin treffen. Aktuell kommen nur Stettener. Gern sähen Moritz und Paul auch Kameraden aus Rommelshausen in ihren Reihen. Mädchen fehlen obendrein. Den weiblichen Part füllt in der Kernener Jugendfeuerwehr derzeit die neue Leiterin Sina Michalke (32) aus, auch sie ein Kind der Jugendfeuerwehr, die vor Jahren zur ersten weiblichen Gruppenführerin im Rems-Murr-Kreis aufstieg. Rainer Stilz und Sina Michalke, das Duo, das den nach Herrenberg verzogenen Dominik Kirigs ablöste, führen die Jungs seit dem Sommer. Weiterlesen

Jugendfeuerwehr – das ist mehr als nur Löschübungen

Wer Kameradschaft sucht, braucht dazu auch ein Freizeitprogramm, bei dem sich kleine Abenteuer erleben lassen. Das sprengt den Rahmen des Übungsbetriebs der Kernener Jugendfeuerwehr und es ist ein Mehrwert, den die acht Jungs ganz besonders schätzen. Moritz, der seit zwei Jahren dabei ist, berichtet begeistert von einem der jüngsten „Höhepunkte“ im Freizeitangebot, dem DTM-Besuch in Hockenheim mit Rathauschef Stefan Altenberger.

Aber nicht nur die Deutsche Tourenmeisterschaft hat die technikbegeisterten Jungs in ihren Bann gezogen, auch eine 24-Stunden-Übung hinterließ bleibende Eindrücke. Denn da biwakierten die Jungs rund um die Uhr im Rommelshausener Feuerwehrgerätehaus und mussten vier Überraschungseinsätze und zwei Übungen absolvieren. Eine spannende Geschichte: Zum Abschluss lautete der Auftrag: „Bergen in unwegsamem Gelände“. Dazu ging es in einen Steinbruch mit 20 Meter hohen Felswänden. „War genial“, sagt Moritz.

Der Kernener Gesamtkommandant Andreas Wersch ist voll des Lobes über seinen Nachwuchs, auch wenn es etwas mehr sein dürften. Mädchen seien sehr erwünscht. „Wir haben alles vom Abiturienten bis zum Förderschüler und es passt zusammen. Wichtig ist auch, dass man gemeinsam an einem Tisch sitzt: Da der Senior Borck, dort der Jugendfeuerwehrmann.“

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung 30.09.2011

„In Zeiten, in denen Systeme in Frage stehen, Kulturbrüche behauptet und gewachsene Gesellschaftsformen bestritten werden, mag vieles wertlos erscheinen. Gesetzte der Logik gestatten jedoch nicht die Wertlosigkeit von Werten – es wäre Untergang. Freiheit und Eigenverantwortung dürfen auch Erschütterungen überdauern, ja sie müssen es. Alles Handeln wird ohne Grundlagen bodenlos. Weihnachten darf daran erinnern.“
(Karl-Theodor zu Guttenberg)

Wir danken allen Kameradinnen und Kameraden für die im Jahr 2010 geleistete Arbeit. Danken möchten wir auch den Familienangehörigen und Partnern, ohne deren Verständnis der schwierige und zeitaufwändige Dienst in der Feuerwehr nicht möglich wäre. Euch allen wünschen wir im Kreise Eurer Familien ein erholsames, friedliches Weihnachtsfest und für das kommende Jahr 2011 alles Gute – vor allem aber eine gesunde Wiederkehr von den Einsätzen!

Andreas Wersch und Peter Schneider

Es ist beinahe schon Tradition, dass Bürgermeister Stefan Altenberger die Mitglieder der Jugendfeuerwehr regelmäßig zum Ende ihrer Ausbildung zu einem besonderen Ereignis einlädt. Diesmal führte der Weg nach Hockenheim, in die Geburtsstadt des Kernener Schultes – dort fand auf dem gleichnamigen Ring der neunte Lauf zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft statt.

Ehrensache, dass sich Altenberger als „Reiseführer“ zur Verfügung stellte, was sich besonders auf der Rückfahrt als wertvoll erwies. Seine Ortskenntnis bescherte der 15-köpfigen Gruppe den einen oder anderen „Schleichweg“, um den nach Rennende üblichen Stau zu umfahren.

War es beim Rennen auf der Südtribüne noch ziemlich windig und kalt, konnten sich die Jugendlichen beim Besuch des Fahrerlagers und der Boxengasse am Anblick zahlreicher Stars aus Sport und Showbusiness erwärmen. Für Stimmung sorgte die Popband „Julie“. Der Kernener Bürgermeister hatte den Feuerwehrnachwuchs eingeladen, um ihnen für ihren zeitaufwändigen Dienst zu danken. „Es ist wichtig, dass sich junge Menschen breiterklären, sich für die Allgemeinheit und für unsere Gemeinde einzusetzen“, so Altenberger. Weiterlesen