Sprücheklopferserie, Teil 9: Stefan Altenberger testet die neue Kernener Feuerwehruniform

media.media.52cfcaf9-ffd1-49a4-a4b7-cef278a6fa82.normalizedBestellt sind sie. Die neuen atmungsaktiven Uniformen der Kernener Feuerwehr sollen im FrühjahrWaiblinger Kreiszeitung eintreffen. Ende Oktober zog Schultes Altenberger die neue Schutzkleidung zur Probe schon mal über. Sie war zwar etwas zu groß. Vermutlich wird Altenberger auch nicht mehr hineinwachsen. Was rieten ihm aber Kommandant Andreas Wersch und Vize Peter Schneider? Kleider machen Leute: Das Modell, in das Stefan Altenberger seinerzeit schlüpfte, stand ihm farblich so gut, dass einige ihm jetzt empfehlen, die hitzebeständige Schutzkleidung mit gelbem Helm sicherheitshalber auch in Gemeinderatssitzungen zu tragen.

Versprochen hat Andreas Wersch Altenberger eine Uniform, die von der Größe her passt und auf der das Etikett „Bürgermeister“ genäht sein wird. Das Publikum im Sitzungssaal wüsste dann, mit wem es da zu tun hat. Spaß beiseite: Die Kernener Feuerwehr benötigt eine moderne Garderobe schon lange. Die bis zu 17 Jahre alten orangefarbenen Jacken und Hosen schützen die Einsatzkräfte nicht mehr ausreichend. Wer einen Flammenstoß abbekommt, dem drohen schwere Verbrennungen. Für die Abteilungskommandanten Peter Schneider und Andreas Wersch, der zugleich der Kernener Gesamtwehr vorsteht, ist der Kauf der Montur für rund 117 000 Euro eine Investition in die Sicherheit der Feuerwehrfrauen und -männer. Denn Qualität und Preis stimmen: Rund tausend Euro bezahlt die Kommune pro Nase.

Nun sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, am Zug. Natürlich hatte Andreas Wersch, der quirlige CDU-Fraktionschef mit der gelegentlich spitzen Zunge, bei der Anprobe einen passenden Kommentar auf den Lippen. Dass er dem Schultes, der als Model mit einer Garderobe in Übergröße noch nicht ganz überzeugte, mit Engelszungen geschmeichelt hätte, steht eher nicht zu erwarten. Vielleicht gab er dem Verwaltungschef ja einen ironischen Seitenhieb mit, ein freches Bonmot. Lassen Sie, liebe Leser, Ihrer Fantasie ruhig freien Lauf. Über Geschmacksfragen lässt sich trefflich streiten. Die beiden Kommandanten machten sich wahrscheinlich ihre ganz eigenen Gedanken zum neuen Outfit des Bürgermeisters. Zumal die neuen Schutzhelme neben dem Visier eine integrierte Schutzbrille haben, die sich auf die Augen ziehen lässt. Und mit einem Rädchen lässt sich die Passform je nach Einsatz weiter und enger schnallen.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 05.01.2015 / Text: Hans-Joachim Schechinger