Die Kernener Feuerwehr springt mangels Regen ein und füllt vier Krötenzirkel

Waiblinger KreiszeitungMit dem Anlegen von vier Krötenzirkeln auf der früheren Deponiefläche der Firma Bayer, von der Gemeinde Kernen mit 20000 Euro bezuschusst, ist es nicht getan. Es braucht Wasser, damit Wechsel- und Kreuzkröte sich dort zu Hause fühlen und laichen. Die Stettener Feuerwehr half am Samstag nach: mit 15 Kubikmetern Trinkwasser.

Sechsmal ist das Löschfahrzeug am Samstagvormittag gefahren, um am Hydranten Trinkwasser für die vier Stettener Krötenzirkel

zu zapfen. Mangels Regen hatte dem Artenschutzprojekt noch das Laichgewässer gefehlt. Die kleinen, am Boden wasserdicht mit Beton isolierten Tümpel sind nun für den Krötenansturm gewappnet. Die Habitatfläche mit zehn Metern Durchmesser, auf der Segmente als Wasserflächen abgetrennt sind, gewährt Zugang zu einem zentralen Steinhaufen in der Mitte. Dank dem Einsatz der Feuerwehr ist der Lebensraum für die bedrohten Krötenarten komplett, doch die Tiere müssen mit der Landesstraße beim Steinbruch Bayer noch eine gefährliche Hürde nehmen. Dort sind unter der Fahrbahn vor Jahren eigens Tunnel gegraben worden. Wie Feuerwehrkommandant Andreas Wersch feststellte, ist in den Rohren derzeit aber kein Durchkommen, weil sie mit sehr viel Laub verstopft sind. Der Bauhof muss hier noch Hand anlegen. Wie berichtet, erhält Kernen für die Herstellung eines Krötenzirkels 20 000 Öko-Punkte gutgeschrieben. Ist die Population nachweisbar etabliert, werden insgesamt 100 000 Punkte pro Krötenzirkel angerechnet.

Kroetenzirkel
Helfen mit Wasser: Vorne Stefan Wersch, hinten Bernd Großmann und Florian Michalke. Foto: Büttner/ZVW

Quelle: WKZ vom 15.04.2014 – Hans-Joachim Schechinger