Ein Brandschutztipp Ihrer Feuerwehr Kernen i.R.

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“. So beginnt ein bekanntes Weihnachtslied. Doch manchmal brennt nicht nur ein Lichtlein, sondern gleich das ganze Zimmer oder die ganze Wohnung. Dann steht auch nicht das Christkind vor der Tür, wie es in dem Liedtext heißt, sondern – die Feuerwehr! Rund 15 000 Mal brennt es zur Weihnachtszeit in deutschen Wohnungen, besagt die Statistik. Meist greifen die Flammen schnell um sich, denn Adventskränze und Weihnachtsbäume sind wahre Brandbeschleuniger.

Trotz aller Warnungen kommt es auch in unserer Gemeinde immer wieder zur Weihnachtszeit zu Wohnungsbränden. Meist entstehen solche Brände durch Unachtsamkeit und unsachgemäßen Umgang mit Kerzen.

  • Die häufigsten Brandursachen sind:
  • Kerzen stehen zu nah an Vorhängen und an Holzverkleidungen von Wänden und Decken
  • Zu weit abgebrannte Kerzen, insbesondere bei trockenen Gestecken
  • Kleinkinder ziehen aus Neugier die Tischdecke mit dem Adventskranz oder dem Weihnachtsgesteck herunter
  • Brennen lassen von Kerzen, obwohl sich niemand im Raum befindet
  • Wachskerzen stecken nicht senkrecht im Kerzenhalter
  • Die Kerzen sind zu nahe unter den darüber liegenden Zweigen angebracht
  • Brand durch Umkippen oder Umstoßen des Weihnachtsbaumes infolge von Unachtsamkeit

Der Kernener Feuerwehrkommandant Andreas Wersch und sein Stellvertreter Peter Schneider raten deshalb mit Beginn der Adventszeit zu besonderer Aufmerksamkeit im Umgang mit Kerzen und Adventskränzen. Damit Sie von Anfang an auf der sicheren Seite sind, haben die beiden Brandschutzexperten die folgenden Sicherheitstipps für Sie zusammengestellt:

  • Adventskranz oder Adventsgesteck auf feuerfeste Unterlage stellen und nur Kerzenhalter aus feuerfestem Material verwenden
  • Adventskränze oder Gestecke niemals in die Nähe von Wärmequellen stellen
  • Keinen trockenen Adventskranz verwenden
  • Kaufen Sie Ihren Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest – ein trockener Weihnachtsbaum brennt wie Zunder
  • Halten Sie Abstand zu brennbaren Stoffen wie Gardinen und Vorhängen
  • Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen; auch beim nur kurzfristigen Verlassen des Zimmers löschen
  • Kerzen immer von „oben nach unten“ sowie von „hinten nach vorne“ anbrennen, von „vorne nach hinten“ löschen und niemals über eine brennende Kerzen greifen
  • Abgebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln
  • Wunderkerzen sollten nicht am Christbaum oder in der Nähe von brennbaren Gegenständen angezündet werden
  • Noch glühende Wunderkerzen nur auf eine nichtbrennbare Unterlage legen
  • Bei brennbarem Christbaumschmuck (z.B. selbstgebastelte Weihnachtsdekoration) darauf achten, dass dieser in ausreichendem Abstand zu den Kerzen angebracht wird
  • Weihnachtsbaum gegen Umkippen sichern
  • Lassen Sie ihren Weihnachtsbaum oder Adventskranz nie unbeaufsichtigt und behalten Sie Kinder und Haustiere im Auge
  • Möglichst ein geeignetes Löschgerät (z.B. ein gefüllter Wassereimer, eine Gießkanne oder einen Feuerlöscher) in der Nähe bereitstellen
  • Bei elektrischen Kerzen nur VDE-geprüfte Lichterketten mit dem GS-Zeichen verwenden
  • Streichhölzer und Feuerzeuge an einem vor Kindern sicheren Ort aufbewahren
  • Kinder sollten, wenn überhaupt, nur unter Anleitung von Erwachsenen mit Streichholz und Feuerzeug umgehen
  • Sicher ist sicher: Rauchmelder schlagen rechtzeitig Alarm – und retten Leben

Am Rande: wäre ein Rauchmelder nicht ein tolles Weihnachtsgeschenk für Menschen, die einem wichtig sind? Weitere Tipps der Feuerwehr, beispielsweise zum Thema „Rauchmelder sind Lebensretter!“ erhalten Sie im Internet unter www.rauchmelder-lebensretter.de oder www.feuerwehr-kernen.de