11. Landesfeuerwehrtag Baden-Württemberg in Stuttgart

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 Zahlreiche Führungskräfte aus den Feuerwehren des Rems-Murr-Kreises nahmen am Symposium „feuerwehr.zukunft!“ teil, das anlässlich des 11. Landesfeuerwehrtages Baden-Württemberg im Mercedes-Benz-Museum stattfand. Die inhaltliche und programmatische Ausrichtung des Symposiums richtete ihr Augenmerk neben den Themenfeldern neue Fahrzeug- und Energietechnologien auch auf den Bereich Feuerwehr als „lernende Organisation“ mit Blick auf neue Medien und Zukunft. Dabei wechselten sich theoretische und praktische Ausbildungsinhalte ab, die Teilnehmer setzten sich mit den Herausforderungen der Gegenwart und den zu erwartenden Problemen der Zukunft auseinander. Dadurch sollen die Zusammenarbeit an der Einsatzstelle verbessert, Gefahren erkannt und Ausbildungsinhalte umfassend und zukunftsorientiert geplant werden können.

Der Tag war in sechs Pflichtmodule eingeteilt. Nach der Begrüßung und den organisatorischen Hinweisen durch den stellvertretenden Leiter der Berufsfeuerwehr Stuttgart, Dr. Karsten Homrighausen, berichtete Georg Stefan Hagemann von der Daimler AG über die Entwicklungen im Bereich der Fahrzeugtechnologien im Hause Mercedes. In Modul 2 referierte Klaus Krebs, Ausbilder von Weber Hydraulik, anschließend über „Neue Fahrzeugtechnologien und deren Besonderheiten im Rettungseinsatz“. Prof. Dr. Roland Goertz von der Universität Wuppertal berichtete eindrucksvoll über „Elektromobilität und Risiken durch Lithium-Ionen-Akkus“, gefolgt von Albert Kreutmayr, Weber Hydraulik, mit dem an praktischen Einsatzbeispielen orientierten Themenblock „Vorgehensweise bei komplexen TH-Lagen und Sonderlagen“.

Nach der Mittagspause berichtete Jörg Heck in Modul 5 über die „Schnellere Unfallrettung mit Hilfe visualisierter Fahrzeugdetails“. Eindrucksvoll auch der Vortrag von Dr. med. Joachim Pfefferkorn, Oberarzt für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Stuttgarter Katharinenhospital, der sich mit dem Thema „Teamwork im Rettungseinsatz – gemeinsam gegen die Zeit“ befasste.

Fortgesetzt wurde das Symposium mit verschiedenen Wahlmodulen, für die sich die Teilnehmer entscheiden konnten. Modul 1 befasste sich z.B. mit dem Thema „Praktische Übungen TH“, bei der u.a. Neufahrzeuge von der Mercedes G-Klasse bis hin zu einem SL 63 AMG für Schneidübungen zur Verfügung gestellt wurden. Wahlmodul 2 beschäftigte sich mit den „Gefahren an der Einsatzstelle“, etwa bei Biogas- und Photovoltaikanlagen, und in Wahlmodul 3 „Ausbilden in der Zukunft“ berichtete Thomas Egelhaaf, Leiter der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, über die Möglichkeiten der Feuerwehrausbildung im Bereich der digitalen Welt, etwa durch EDV-gestützte Planübungen.