Waiblinger KreiszeitungAm Sonntagmorgen ist ein Hilfskonvoi aus dem Rems-Murr-Kreis in den Partnerkreis Meißen mit rund einem Dutzend Fahrzeugen gestartet. Eine Vorauskommando hatte am Samstag die Lage vor Ort geklärt. Die Helfer werden voraussichtlich bei der Beseitigung des Schlamms und fürs Auspumpen der Keller benötigt.

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Zehn Einsatzfahrzeuge mit insgesamt 36 Einsatzkräften aus den Feuerwehren Kernen i.R., Murrhardt, Remshalden, Winnenden und Winterbach sind jetzt unterwegs. Der Hochwasserschutzzug wird vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Harald Pflüger (Winnenden) angeführt. Am Dienstag folgt ein zweiter Zug mit Kräften der Feuerwehr Fellbach.

Bereits am frühen Samstagmorgen ist ein Vorauskommando mit Kreisbrandmeister Andreas Schmidt und den Kommandanten Jochen Wolf (Waiblingen) und Andreas Wersch (Kernen i.R.) in den Partnerlandkreis gefahren, um vor Ort mit der Einsatzleitung unter Leitung von Kreisbrandmeister Ingo Nestler (Landkreis Meißen) und mit Landrat Arndt Steinbach das genaue Aufgabengebiet und den Einsatzbereich für die Rems-Murr-Kräfte und weitere Details abzustimmen., teilt die Feuerwehr mit.

Nachdem der Elbpegel mit seiner Höchstmarke von 10,09 Metern nun wieder langsam sinkt – Am Sonntag, 17 Uhr, lag er noch knapp über acht Meter , können die Kräfte in der historischen Meißner Altstadt ab Montagmorgen mit dem Abpumpen des Wassers aus den zumeist großen Gewölbekellern beginnen.

Parallel zur Einsatzleitung vor Ort koordiniert der Führungsstab der Feuerwehr unter Leitung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Daniel Köngeter von Backnang aus den Einsatz.

Bereits beim sogenannten „Jahrhunderthochwasser“ im Jahr 2002 waren Feuerwehrmänner und -frauen aus dem Rems-Murr-Kreis eine Woche lang im Landkreis Meißen im Einsatz. Anders als beim Elbhochwasser 2002 brachte die Flut zum Glück weniger Öl und Schlamm in die Stadt. Auch die weltbekannte Meißener Porzellanmanufaktur blieb diesmal vom Hochwasser weitgehend verschont.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 10.06.2013 / Text: Redaktion