„Es ist nicht die bildungsbürgerliche Welt der Pfarrer“, sagt Theologe und Feuerwehrmann Dr. Dietrich Hub.
Wie er so dasitzt in seiner orangefarbenen Einsatzjacke: Der Mann fühlt sich pudelwohl. Hub, der Motorradfahrer, der gerne reist und den Pfarrberuf hinter sich ließ, um Öffentlichkeitsarbeit für eine diakonische Einrichtung zu leisten, sagt’s grad heraus: „Man muss das mögen als Feuerwehrmann. Und ich mag’s. Es ist selten, dass ein Pfarrer bei der Feuerwehr ist. Die Feuerwehr ist was anderes. Und das gefällt mir gut.“ Man werde ja auch Studentenpfarrer nur, wenn man es will. „Sich pflichtschuldigst in eine Funktion begeben, obwohl man es nicht will, das wird nie funktionieren.“ Um „Stallluft“ zu wittern, absolvierte er als Notfallseelsorger einen Grundkurs, der in der Landesfeuerwehrschule Bruchsal und der Polizeiakademie Freiburg für Mitarbeiter aller Kirchen im Land organisiert wird. Für sein neues Amt als „Fachberater Seelsorge“ der Feuerwehr belegte er Lehrgänge in „Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen.“ Hub, er ist Spezialist für geistlichen Trost.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung 20.01.2011