Quelle: FZ vom 13.03.2017 / Text: Brigitte Hess

Der Chef der Stettener Brandbekämpfer, Andreas Wersch, stellt Pläne für 150-Jahr-Feier vor

Wer was zu feiern hat, kauft sich schicke Klamotten – auch die Stettener Feuerwehr ist durch den Gemeinderat Kernen modisch aufgerüstet worden. Rechtzeitig zur Jahreshauptversammlung am Samstagabend in der Glockenkelter und zeitig für die 2018 anstehenden Festivitäten zum 150-jährigen Bestehen der Stettener Feuerwehr sind die neuen Uniformen geliefert worden.

Die neuen Anzüge sind salopper und moderner als die alte Uniform, die seit 1936 optisch unverändert war. „Das Jacket war enger und viel körpernaher geschnitten, das neue ist bequemer“, nannte ein Feuerwehrmann am Rande der Versammlung seinen ersten Eindruck.

Die Stimmung auf der Hauptversammlung war von der Vorfreude auf das große Jubiläum im nächsten Jahr erfüllt. Die wichtigsten Termine stehen bereits fest: Am 24. Februar 2018, gibt es einen Festakt im Bürgerhaus, am 22. April folgt der „Sicherheitstag Kernen“ und am 24. November wird bei einer Weinprobe gefeiert.

Mit einer Film- und Bildershow gab es bei der Jahreshauptversammlung einen Rückblick auf das vergangene Jahr, in dem die Feuerwehrmänner und -frauen aus beiden Ortsteilen Kernens im Dezember im Rommelshauser Gewerbegebiet den größten Brand in der Geschichte der Brandbekämpfung in Kernen löschen mussten.

Auch in diesem Jahr wurden sie bereits zu 15 Einsätzen gerufen. Im vergangenen waren es insgesamt 63 Anlässe verschiedenster Art, zu der die Wehr ausrücken musste. Dabei macht den Männern zu schaffen, dass sie in ihrer Arbeit inzwischen von aggressiven Gaffern und Filmchendrehern ebenso belästigt werden, wie es DRK und Polizei schon lange berichten. In seinem Grußwort zeigte sich Rainer Hinzen, der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Stetten, entsetzt über „Menschen, die Unglücksfälle als Sensation im Netz verbreiten“. Der Landtagsabgeordnete Claus Paal (CDU) sagte: „Da müssen wir einschreiten, solche Leute müssen die Härte des Gesetzes spüren.“

Die Frage, ob die Feuerwehr-Abteilungen von Stetten und Rommelshausen zusammen gelegt werden und ein gemeinsames Gerätehaus zwischen den beiden Ortsteilen bekommen, stellt sich momentan nicht, sagten sowohl der Kommandant Andreas Wersch als auch Bürgermeister Stefan Altenberger. Zwar gründeten manche Feuerwehren bereits Kindergruppen, um den Nachwuchs ganz früh abzuholen, so sagte Georg Spinner, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes. Aber die Stettener haben dank bestens aufgestellter Jugendfeuerwehr keine Nachwuchsprobleme. So konnten an diesem Abend Leon Borck, Maxime Thibault und Philipp Werner von der Jugend in die aktive Wehr aufgenommen werden. Zu Hauptfeuerwehrmännern befördert wurden Timm Eißele, Dominic Fuchs, Dennis Schuhkraft und Fabian Zimmer. Kommandant Andreas Wersch wurde fast einstimmig für die nächsten fünf Jahre – es ist seine fünfte Amtsperiode – wiedergewählt. Die Hoffnung ist groß, dass der Bürgermeister mit Zuschuss der Landesregierung ein neues Löschfahrzeug beschaffen kann.