Waiblinger Kreiszeitung vom 22.05.2017 / Text: Heike Rommel

Drei Tage Musik und Unterhaltung an Tagen der offenen Tür / Von Jugend- bis Alterswehr alle dabei

Mit zwei Schauübungen, Live-Musik und Kinderprogramm hat die Feuerwehr Rommelshausen am Wochenende ihre alle zwei Jahre stattfindenden Tage der offenen Tür gestemmt. Unfälle passierten dabei nur dem Publikum zuliebe, das sich um die simulierten Rettungsaktionen drängte. Die Feuerwehrleute aus Rommelshausen und Stetten erklärten genau, wie sie vorgehen, um eingeklemmte Personen aus Unfallfahrzeugen zu retten.

Gesamtkommandant Andreas Wersch ließ am Samstag zunächst die Jugendfeuerwehr ein brennendes Auto löschen und die scheinbar verletzten Personen an die Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übergeben. Es stank ein bisschen, bis der Rauch nach oben abgezogen war, aber das Tatütata war gleich zu hören und die jungen Feuerwehrleute rasten mit zwei Fahrzeugen an. „Absitzen“, befahl der Gruppenführer. Von einem Hydranten weg wurden Schläuche zum Unfallauto gelegt. Das Wasser schoss in die Pumpe, und für die Zwölfjährigen war es gar nicht so einfach, die Strahlrohre der Schläuche zu halten. Sämtliche Jugendfeuerwehrleute wurden dem Publikum, das viel Applaus spendete, namentlich vorgestellt. Dabei waren: die Angriffstrupps Florian Pfänder, Dorian Werner, Jan Durchdewald und Jonas Zimmer, die Wassertrupps Jonas Durchdewald, Umut Tari Ortacay, Tim Traub und Lucy Saitz sowie die Melder Julian Eißele und Paul Otto.

Einen schweren Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen simulierten unter der Moderation des Abteilungskommandanten Rommelshausen, Peter Schneider, 18 der insgesamt 110 Aktiven der Feuerwehr Kernen, davon fünf Frauen. Als eilten sie wie immer vom Arbeitsplatz zum Einsatz, waren sie binnen zehn Minuten beim simuliert schweren Verkehrsunfall vor dem Rathaus, wo ein Auto auf der Seite lag und zwei Menschen eingeklemmt waren. Das Auto musste fixiert und stabilisiert werden, damit die Feuerwehrleute das Dach abnehmen konnten. Der Gruppenführer inspizierte das Fahrzeug. Der Fahrer war schwerer verletzt als der Beifahrer. Beide brauchten ständige, persönliche Ansprache, als es um sie herum knallte und geschnitten wurde. Im Unfallfahrzeug saßen keine Dummies, sondern echte Personen. Für Feuerwehr-Einsatzkräfte, erklärte Kommandant Andreas Wersch, werde es immer schwieriger, ins Innere von Fahrzeugen zu kommen, da die Hersteller diese aus Sicherheitsgründen zunehmend mit Stahl verbauten. Kreisbrandmeister René Wauro gab einen Überblick darüber, wie sich der Landkreis um Katastrophenschutz kümmert.

Nach dem Auftritt der Fellbacher Band „Molch Combo“ gab es am Samstag zur Freude der kleinen Besucher Kinderfahrten mit dem Feuerwehrauto, eine Spielstraße der Jugendfeuerwehr am Milchhäusle und musikalische Unterhaltung mit dem „SchlagerCafé“, einer Band um die Sängerin Jennifer Engels aus Rommelshausen.

Als sie sang „Mein Herz, es brennt“, brannte es bei der Feuerwehr schon lange nicht mehr. Auch die Floriansjünger durften feiern und am Sonntag ein Weißwurstfrühstück mit dem Spielmannszug der Feuerwehr Endersbach einnehmen. Das Kinder-Programm lief noch auf Hochtouren, bevor das aus der früheren Turner-Feuerwehr hervorgegangene „Steiger-Café“ öffnete. Mit dem Akkordeonorchester und einem Entertainer klang das Fest aus.