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Sicherheit der Einsatzkräfte hat Vorrang – alte Kluft aus den Jahren 1997 und 1998 wurde ausgetauscht: 118 000 Euro Gesamtkosten.

Die seitherige Einsatzbekleidung war ziemlich in die Jahre gekommen, außerdem entspricht sie nicht mehr den geltenden Sicherheitsanforderungen. Zahlreiche Einsätze hatten deutliche Spuren hinterlassen, zuletzt auch bei dem Gebäudebrand in der Nacht auf den 4. März in der Stettener Mühlstraße.

Bei vielen Modellen war die einstmals orangefarbene Warnfarbe ausgeblichen, die notwendigen silbernen Schutzreflektoren durch die vielen Reinigungsgänge längst abhanden gekommen. Auch die Nässeschutzimprägnierung versagte bei den meisten Modellen inzwischen ihren Dienst. Grund genug, die aus den Jahren 1997 (Stetten) und 1998 (Rommelshausen) stammenden Jacken und Hosen gegen eine den neuesten Anforderungen entsprechende Kluft auszutauschen.

Die Feuerwehrführung hatte sich nach einem strengen und umfangreichen Auswahlverfahren unter vier Anbietern schlussendlich für das kostengünstigste Modell „Fire Max 3“ des Herstellers Rosenbauer entscheiden und wird nun in der neuen Farbe „Sand“ zu ihren Einsätzen ausrücken. Getestet wurde unter Einsatzbedingungen auch in der Brandsimulationsanlage von International Fire an Rescue Training (I.F.R.T.) in Külsheim. Geliefert wird die Einsatzbekleidung von Barth Feuerwehrtechnik in Fellbach.

Auch Bürgermeister Stefan Altenberger bekam von Kommandant Andreas Wersch und seinem Stellvertreter Peter Schneider am Rande der letzten Gemeinderatssitzung seine neue Einsatzjacke mit speziellem zweizeiligem Rückenaufdruck „Bürgermeister Kernen i.R.“, damit er an der Einsatzstelle gegenüber Polizei und externen Rettungskräften stets erkennbar und verfügbar ist.

Gleichzeitig wurden auch die veralteten Feuerwehrhelme und die Arbeitshandschuhe für Atemschutzgeräteträger durch zeitgemäße Modelle ersetzt. Manche Helme haben ihrem Besitzer mehr als 30 Jahre lang gedient und zeigten folglich deutliche Verschleißspuren. Die neue Helmvariante „Heros Smart“, ebenfalls von Rosenbauer, verfügt über eine integrierte Schutzbrille und ein Gesichtsschutzvisier. Auch hier wird man sich an eine neue Farbe gewöhnen müssen: die neuen Helme leuchten in einem kräftigen Gelb.

Insgesamt lässt sich die Gemeinde Kernen i.R. die Sicherheit ihrer 110 Einsatzkräfte rund 118 000 Euro kosten. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat wünschen den Feuerwehrmännern und -frauen mit der neuen Sicherheitsbekleidung allzeit eine gesunde und unfallfreie Wiederkehr von den Einsätzen.