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Über Gemeindegrenzen hinweg übten 15 Jugendfeuerwehrleute aus Kernen i.R und Weinstadt am Samstag in Endersbach die Brandbekämpfung in Gebäuden.

Man erkennt kaum einen Unterschied zwischen den beiden Jugendfeuerwehrleuten, die am ehemaligen Mineralbad Cabrio, ausgerüstet mit Schläuchen, Funkgerät, Lampe und Atemschutzattrappe auf eine Tür zusteuern, aus der dichter Übungsrauch quillt. Einer der beiden kommt aus Kernen i.R., der Andere aus Weinstadt. Beide arbeiten ganz selbstverständlich einen Tag lang zusammen – so auch bei der realistischen Abschlussübung in dem leer stehenden Gebäude.

„Teamarbeit ist bei der Feuerwehr unersetzlich“, erklärt die Weinstädter Jugendfeuerwehrwartin Stefanie Stütz. „Deshalb haben wir den gemeinsamen Übungstag organisiert, damit sich die Jugendfeuerwehrleute der Nachbargemeinden einmal kennenlernen und sich zusammen fortbilden“. Einen Tag lang wurden Schläuche ausgerollt, Räume nach vermissten Personen abgesucht und mit großen Lüftern ungiftiger Kunstnebel aus dem Gebäude geblasen. Alles unter der Anleitung von neun Ausbildern.

Höhepunkt des Tages war die Abschlussübung mit der Weinstädter Drehleiter. Dafür wurde ein Teil des Gebäudes so vernebelt, dass man kaum die Hand vor Augen erkennen konnte. Zwei Übungspuppen wurden vermisst und mussten im verwinkelten Gebäude gefunden und gerettet werden. Gleichzeitig wurde der angenommene Brand von innen und von außen über die Drehleiter bekämpft. Das herausfordernde Szenario war kein Problem für die gemeindeübergreifenden Teams, nach rund einer halben Stunde waren alle Aufgaben erledigt und wer wollte, durfte noch im Korb der Drehleiter mitfahren und sich die Einsatzstelle von oben ansehen.

„Der Tag war ein voller Erfolg“, meint Sina Michalke, Leiterin der Jugendfeuerwehr Kernen i.R.: „Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und die Jugendfeuerwehrleute konnten voneinander und miteinander lernen.“ Nachdem alle Schläuche aufgeräumt und die Fahrzeuge wieder hergerichtet waren, ging es noch zum gemeinsamen Grillen in das Gerätehaus Beutelsbach – hier war auch der Tenor der Jugendfeuerwehrleute eindeutig: „Einen solchen Tag müssen wir auf jeden Fall wiederholen.“

Text: Tim Maier, Feuerwehr Weinstadt Foto: Feuerwehr Kernen i.R. / Feuerwehr Weinstadt