„163 PS, Baujahr 2011, gutes Fahrwerk, starke Bremsen, das ist die Zukunft“, sagte Bürgermeister Stefan Altenberger kurz bevor er dem Gesamtkommandant der Kernener Feuerwehr, Andreas Wersch, den Schlüssel für den modernen Einsatzleitwagen feierlich übergab. Bürgerschaft und Gemeinderäte applaudierten und der Musikverein Stetten spielte „Trara, es brennt…“.

Das neue hochmoderne Einsatzfahrzeug hatte sich die Abteilung Stetten der Feuerwehr Kernen schon länger gewünscht. Wobei, so Andreas Wersch, nicht die Feuerwehr dieses Fahrzeug überreicht bekomme – sondern die Menschen in Kernen. „Sicherheit ist Lebensqualität“, betonte Wersch. Das Herzstück der Feuerwehr – Funkrufname „Florian Kernen 2/11“ – befindet sich auf dem neuesten technischen Stand und kann in einigen Jahren problemlos auf Digitalfunk umgerüstet werden. Der Beschaffungspreis beträgt 104.000 Euro, 19.000 Euro beträgt der Landeszuschuss.

Trotz bester Technik: „Im Mittelpunkt einer leitungsfähigen Feuerwehr stehen die Feuerwehrleute, die sich ehrenamtlich engagieren – nämlich aus ihrer bürgerlichen Mitverantwortung heraus“, sagte Bürgermeister Altenberger. Die Basis dafür aber sei die Freiwilligkeit. Dafür dankte der Schultes der Wehr:  „Ich bin froh und dankbar, dass sich so viele Menschen in unserer Gemeinde für die Feuerwehr engagieren – zur Sicherheit von uns allen. Dieses selbstlose ehrenamtliche Engagement und die Hilfsbereitschaft für den Nächsten ist das höchste Gut einer Kommune“.

Abschließend gab Pfarrer Dr. Dietrich Hub das Geleit für den ELW 1. Ein Fahrzeug, das durchaus kein „neues Spielzeug für die Feuerwehr“ sei. Denn im Falle eines Falles wäre man froh, wenn die „Spielzeuge“ in wenigen Minuten da sind. Wie schnell er Recht behalten sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand. Knapp zwei Stunden später fand sein erster Einsatz statt: Das Dach der Alten Kelter in Rommelshausen brannte lichterloh, die Feuerwehr rückte blitzschnell aus. Mit großer Professionalität bekam das eingespielte Team der Kernener Gesamtwehr das Feuer in den Griff und verhinderte, dass die lodernden Flammen auf den „Roten Salon“ und die Sporthalle übergriffen. (Fortsetzung im Innenteil).

Ein paar technische Daten des ELW

Und was den Florian Kernen 2/11 betrifft: es war gar nicht sein allererster Einsatz. Schon am 22. Mai wurde ihm beim Jubiläums-Festzug des Musikvereins die Ehre zuteil, als Leitfahrzeug ganz vorn dabei zu sein. Seine Feuertaufe war am 4. Juni diesen Jahres bei einem Flächenbrand und ein Tag später hatte er einen Hochwassereinsatz.

Und noch ein paar Schmankerln für die Technikfans: Volkswagen, Typ „Crafter“, 163 PS Diesel, Baujahr 2011. Die Ausrüstung: zwei unabhängige Funkarbeitsplätze mit zwei Funkgeräten FuG 8b-1 im 4m-Band sowie zwei Funkgeräten im 2m-Band, 5 tragbare Funkgeräte FuG 11b (Kenwood) im 2m-Band, 1 tragbares Funkgerät FuG 13 (AEG) im 4m-Band.

Ein fest eingebauter PC mit Internetzugang, Portables Netbook, Gefahrstoffdatenbanken, ERI-Cards, Faxgerät und Drucker, Telefonanlage mit verschiedenen Mobilteilen, Laser-Distanzmessgerät und ein AED Defibrillator.

Quelle Mitteilungsblatt Gemeinde Kernen im Remstal vom 21.09.2011