Bei der Feuerwehrübung im Haus Edelberg war das Miteinander von Stetten und Rom gefragt

Kernen-Rommelshausen (schi). Zum Übungsziel hatte der Kernener Gesamtkommandant Andreas Wersch die Zusammenarbeit der Feuerwehrabteilungen Stetten und Rommelshausen mit der Drehleiter-Mannschaft aus Fellbach erklärt. Operativ stand bei der Übung im Haus Edelberg aber die Rettung von Menschen im Vordergrund. Wersch schickte alle verfügbaren Kräfte unter Atemschutz ins Gebäude.  

Als am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr zwei Löschzüge mit je vier Fahrzeugen und insgesamt 50 Mann aus Stetten und Rommelshausen vor dem Seniorenzentrum Haus Edelberg eintrafen, stand die Einsatzübung unter der Annahme, einen Brand im zweiten Obergeschoss von Gebäudeblock A bekämpfen zu müssen. Ein Teil der größtenteils pflegebedürftigen Personen warte in ihren Zimmern auf Hilfe. Selbstständig könnten sie die verrauchte Wohnebene, in der sich das Feuer ausbreite, nicht verlassen. Einige Bewohner, die sich am Fenster des Aufenthaltsraumes bemerkbar machten, müssten mit der aus Fellbach angerückten Drehleiter in Sicherheit gebracht werden, so der Plan. Gesamtkommandant Andreas Wersch schickte als Einsatzleiter alle verfügbaren Kräfte unter Atemschutz in das Gebäude. Denn das Obergeschoss war nach dem Übungsdrehbuch völlig verqualmt. Ein erster Trupp war mit der Wärmebildkamera ausgestattet, um bereits bewusstlose Senioren im Gebäude zu orten.

Dieses Szenario ist alles andere als realitätsfern. Laut Andreas Wersch kommt es im Seniorenwohnheim immer wieder „zu kleineren Brandfällen mit bislang glücklicherweise gutem Ausgang“. Der weitverzweigte Wohnkomplex verlange eine sichere Orientierung im Brandfall. Auch acht Rettungskräfte des DRK Kernen beteiligten sich.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 26.04.2010 / Text: Hans-Joachim Schechinger