Fellbach-Kernen – Am Mittwochabend gelang es zwei engagierten Beamten, das Leben von drei Fuchsbabys zu retten.

Eine Frau aus Kernen hatte der Polizei den Fund eines halbtoten Hundewelpen gemeldet. Sie hatte das „Hundebaby“ in der Nähe einer Wasserröhre gefunden. Der Kleine hatte immer wieder versucht, in die Röhre hineinzuschlüpfen. So wurde vermutet, dass sich darin noch weitere Tiere befanden – und tatsächlich: Das Wimmern der Tiere war unüberhörbar. Allerdings konnten sie nicht geborgen werden, da die Röhre unterirdisch und sehr lang war.

Zwei Polizeibeamte verständigten die Freiwillige Feuerwehr Kernen, die das Rohr spülte. Zutage kamen drei winzige Tierbabys, die an eine Tierklinik übergeben wurden. Dort staunte man nicht schlecht: Die drei süßen „Welpen“ entpuppten sich als kleine Füchse.

Mit Hilfe eines Jagdpächters wagte man am Donnerstagabend das Experiment: Die überlebenden Kleinen wurden an den Fundort zurückgebracht, die Polizeibeamtin und ihr Kollege bauten ein Nest und überließen die Kleinen ihrem Schicksal – in der Hoffnung, dass die Mutter die Kleinen auffinden und wieder annehmen würde.
Auf dem Polizeirevier wurden alle Daumen gedrückt, und am Freitagmorgen kam die Entwarnung: Das Nest war leer, die Babys waren offensichtlich von ihrer Mama abgeholt worden.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten vom 16.04.2010