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letzte Änderung Samstag, 26. Dezember 2009
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Pressespiegel 2009 |
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vom 24.12.2009
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Ein trockener Christbaum brennt wie Zunder
Stetten. Kreisfeuerwehrsprecher Andreas Wersch gibt Tipps für den Umgang mit Kerzen und Weihnachtsschmuck.
Oh Tannenbaum, du brennst so gut- man glaubt es kaum" - Feuerwehrleute schauen deshalb auf die Weihnachtszeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Rund 15 000 Mal brennt es zur Weihnachtszeit in deutschen Wohnungen, besagt die Statistik. Blaufichte, Nordmanntanne und Co. - ob als geschmückter und besungener Baum, als Gesteck oder Adventskranz - es sind wahre Brandbeschleuniger - die Flammen finden reiche Nahrung, greifen schnell um sich. Die Verursacher, die Feiernden, sind meist nur etwas unachtsam, gehen gedankenlos mit Kerzen um.
Kreisfeuerwehrpressesprecher Andreas Wersch, Feuerwehrkommandant in Kernen, zählt die häufigsten Brandursachen an Weihnachten auf: Kerzen stehen zu nah an Vorhängen und an Holzverkleidungen von Wänden und Decken, sie sind zu weit abgebrannt, insbesondere bei trockenen Gestecken. Oder Kleinkinder ziehen aus Neugier die Tischdecke mit dem Adventskranz herunter. Gedankenlose Mitmenschen lassen Kerzen brennen, obwohl sich niemand im Raum befindet, achten nicht auf Wachskerzen, die nicht senkrecht im Halter stecken, bringen sie zu nahe unter den darüber liegenden Zweigen an. Und wer unachtsam den Baum anstößt und so umkippt, hat seine Bescherung. Von wegen "ein Lichtlein brennt."
Der Kreisfeuerwehrverband rät deshalb zu besonderer Aufmerksamkeit. Brandschutzexperten wie Pressesprecher Wersch haben die folgenden Sicherheitstipps in petto: Kerzenhalter sollten aus feuerfestem Material bestehen und weihnachtlicher Schmuck immer auf unbrennbaren Unterlagen stehen. Adventskränze oder Gestecke dürfen sich niemals in der Nähe von Wärmequellen befinden. Ist der Adventskranz trocken, sollte er nicht mehr verwendet werden. Wersch rät auch dazu, den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest zu kaufen, statt lange zu lagern und austrocknen zu lassen: "Ein trockener Weihnachtsbaum brennt wie Zunder."
Auch schon das Anzünden hat seine Tücken. Am wenigsten droht die Gefahr, sich zu verbrennen, wenn man eine sinnvolle Reihenfolge einhält: "Kerzen immer von oben nach unten sowie von hinten nach vorne anzünden, von vorne nach hinten löschen und niemals über eine brennende Kerzen greifen", rät der Fachmann.
Abgebrannte Kerzen sind rechtzeitig auszuwechseln, Wunderkerzen sollten gar nicht am Christbaum oder in der Nähe von brennbaren Gegenständen angezündet werden. Solange Wunderkerzen noch glühen, sollten sie auf eine nichtbrennbare Unterlage gelegt werden. Wer Weihnachtsschmuck selbst bastelt und damit Brennbares an den Baum hängen will, muss darauf achten, dass der Abstand zu den Kerzen ausreichend ist. Streichhölzer und Feuerzeuge sind an einem vor Kindern sicheren Ort aufzubewahren.
Ein geeigneter Halter sichert den Weihnachtsbaum davor, umzukippen: "Lassen Sie ihren Weihnachtsbaum oder Adventskranz nie unbeaufsichtigt und behalten Sie Kinder und Haustiere im Auge", rät Wersch und hat auch Tipps für den Fall des Falles: "Möglichst ein geeignetes Löschgerät, zum Beispiel einen gefüllten Wassereimer, eine Gießkanne oder einen Feuerlöscher in der Nähe bereitstellen!"
Rauchmelder schützen bei einem Ausbruch von Feuer, wenn niemand in der direkten Nähe ist: "Sie schlagen rechtzeitig Alarm - und retten Leben", sagt der Feuerwehrsprecher. "Wäre ein Rauchmelder nicht ein tolles Weihnachtsgeschenk für Menschen, die einem wichtig sind?"
Info: Weitere Tipps der Feuerwehr, beispielsweise zum Thema "Rauchmelder sind Lebensretter!" gibt es im Internet unter www.rauchmelder-lebensretter.de.
Quelle: Fellbacher Zeitung vom 24.12.2009 / Text: Hans-Dieter Wolz
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